KoSI-Lab Wuppertal

DIE NEUE ANLAUFSTELLE FÜR MENSCHEN UND INITIATIVEN MIT GEMEINWOHLORIENTIERTE IDEEN

 

 

Das KoSI-Lab Wuppertal ist die neue Anlaufstelle für Menschen und Initiativen, die eigene gemeinwohlorientierte Ideen für und in Wuppertal umsetzen möchten.

Unser Team im Zentrum für gute Taten unterstützt die Projekte von der Idee bis zur Umsetzung.

Was ist das "KoSI-Lab"?

KoSI-Lab ist ein Kurzwort für "Kommunales Labor Sozialer Innovationen".

  • Ko steht für Kommunales
  • SI für Soziale Innovationen und
  • Lab für Labor.

Das Wort "Labor" wurde dabei bewusst gewählt.
Denn Ideen und Projekte werden im KoSI-Lab nicht nur theoretisch entwickelt, sondern auch erprobt und umgesetzt.

 

Was ist das Besondere des KoSI-Labs?

Das Besondere des KoSI-Labs besteht darin, dass Engagierte aus unterschiedlichen Bereichen von Anfang an gemeinsam und partnerschaftlich an den Fragestellungen arbeiten. So entwickeln Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen soziale und praktikable Lösungen. Das bündelt die Kräfte und sorgt für eine schnellere Umsetzung.

 

 

Das KoSI-Lab Wuppertal bietet:

  • Orte und Gelegenheiten für den Erfahrungsaustausch
  • Fachwissen aus verschiedenen Bereichen
  • Beratung und organisatorische Unterstützung
  • Neue Formen der Zusammenarbeit
  • Vernetzung mit anderen Engagierten und Projektgruppen

 

Was macht das KoSI-Lab-Team?

Wir unterstützen Menschen und Initiativen, die eigene Ideen umsetzen möchten. Unser KoSI-Lab-Team berät, begleitet, moderiert und organisiert Projektprozesse.

Dafür laden wir beispielsweise zu Dialogrunden ein: Hier kommen Engagierte aus ehrenamtlichen Initiativen, aus der Stadtverwaltung, aus lokalen Wirtschaftsunternehmen und aus der Bürgerschaft zusammen, um gemeinsam das Thema zu bearbeiten. Wir organisieren die Räume und helfen bei der Suche nach weiteren Mitstreiterinnen und Mitstreitern. Finanzielle Unterstützung können wir nicht anbieten.


Sie möchten im KoSI-Lab-Team mitarbeiten?

Dann melden Sie sich einfach bei uns im Ladenlokal, per E-Mail oder rufen Sie uns an.

Weitere Informationen zur Begleitung und Organisation von Projekten finden Sie auf der Seite "Aktuelle Angebote".

 

 

Welche Projekte gibt es bisher?

Im KoSi-Lab Wuppertal wurden und werden Ideen aus der Wuppertaler Bürgerschaft aufgegriffen und in konkrete Projekte umgesetzt. Lesen Sie hier, welche Ideen bereits als Pilotprojekte realisiert werden konnten und welche neuen Projekte derzeit von uns begleitet werden.

 

Abgeschlossene Projekte:

  • Rosis Bank: Sitzbänke für mehr Lebensqualität
  • Quartiersmobilstation: Neue Formen der Mobilität
  • Einwegbecherfreies Wuppertal: Ressourcenschonung und Müllvermeidung
  • Leerstehende Ladenlokale: Neue Formen der Nutzung

 

Aktuelle Projekte:

  • Quartiersentwicklung: Engagement im eigenen Lebensumfeld
  • Sauberes Wuppertal: Stadtteile engagieren sich

 

 

Rosis Sitzbank

Rosi Süß, eine Heckinghauser Bürgerin, hatte die Idee, eine Sitzbank an der steilen Werléstraße aufzustellen. Die Idee: Auch im Alter wollen Menschen ohne Auto ihre Wohnungen zu Fuß errehen, bauchen aber auf den steilen Wegen Möglichkeiten zum Verschnaufen.

Viele Sachfragen waren mit der Stadtverwaltung zu klären. Das KoSI-Lab Wuppertal nahm sich der Sache an und war bei der Klärung dieser Fragen die Brücke zwischen Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft. Nach fast zwei Jahren intensiver Projektarbeit wurde das Sitzbank-Pilotprojekt zum Erfolg geführt. Das Einweihungsfest fand am 08. Juni 2018 statt

Das Ausrollen in die Großserie kann beginnen. Inzwischen wurden weitere bürgerschaftlich initiierte Sitzbänke aufgestellt.

Die Einweihung von Rosis Sitzbank

 

Quartiersmobilstation in der Nordstadt

Die Bürgerinitiative „Mobiler Ölberg“ hatte die Idee, die erste Fahrradquartiersgarage in der Nordstadt einzurichten. Die Idee stammt ursprünglich aus den Vorschlägen für das Bürgerbudget 2017. Sie wurde von KoSI-Lab Wuppertal aufgenommen.

Aus der Ursprungsidee „Fahrradquartiersgarage“ wurde miteinander die erweiterte Idee „Mobilstation“ entwickelt. In elf Treffen wurde das Projekt umsetzungsreif durchgeplant.  KoSI-Lab war bei der Klärung der organisatorischen Fragen und als Vermittler zwischen der Stadtverwaltung und der Bürgerinitiative „Mobiler Ölberg“ tätig.

Am 17. September 2019 wurde die erste Quartiersmobilstation Wuppertals offiziell eröffnet – nach zwei Jahren vom ersten Runden Tisch bis zur Inbetriebnahme. Das Ausrollen in die „Großserie“ kann beginnen.

Die Eröffnung der Quartiersmobilstation in der Nordstadt

 

 

Einwegbecherfreies Wuppertal

Die Idee: Wuppertal soll die erste einwegbecherfreie Stadt in Deutschland werden. Ressourcenschonung und Müllvermeidung stehen im Vordergrund. Dafür soll ein Pfandsystem für Mehrwegbecher aufgebaut werden.

Die KoSI-Lab-Arbeitsgruppe startete zunächst mit der Suche nach Informationen zu diesem Thema und wollte die Diskussion anstoßen. Beim ersten Runden Tisch wurde bereits klar, dass es in der Stadt schon entsprechende Initiativen gibt. Deshalb wurde beschlossen, keine eigene Kampagne zu starten, sondern die bestehenden Initiativen aktiv zu unterstützen.

Jetzt arbeiten Organisationen der Zivilgesellschaft, die Stadtverwaltungen im Bergischen Städtedreieck, Abfallwirtschaftssysteme und die Bäckerinnung zusammen. Das Pfandsystem für Mehrwegbecher ist auf den Weg gebracht. Der neue „Meer-Wert-Becher“ wurde am 04. September 2019 vorgestellt.

„Meer-Wert-Becher“ im bergischen Städtedreieck

 

 

Leerstehende Ladenlokale

Leerstehende Ladenlokale prägen das Wuppertaler Stadtbild gerade in den Außenbezirken.

Im November 2017 startete das Format „Runder Tisch – verschiedene Akteure der Stadtgesellschaft gemeinsam und auf Augenhöhe“ im Rahmen des 2. Dialogtreffens in der Stadt. Insgesamt haben 14 Runde Tische Leerstand stattgefunden, die durch die Mitarbeiter*innen der Stabsstelle Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement sowie durch das ehrenamtliche KoSI-Lab-Team des Zentrums für gute Taten organisiert und moderiert wurden.

Die Leerstandsgruppe „Heckinghausen“ entwickelte viele Ideen zur Gewerbenutzung. Eine Teilgruppe erarbeitete eine Werbekampagne: Mit einem roten Sofa zogen die Aktiven durch die Ladenlokale. 

Weitere Projektideen wurden bereits umgesetzt bzw. sind in Planung:

  • Pilotbüro zu „Grünen Themen“ in der Heckinghauser Straße 202
  • Buchmesse mit Lesungen von Wuppertaler Autor*innen
  • „Heckpoint“ - Laden der Skatefabrik e. V.
  • Außerschulische Lernorte „Graswurzelkolleg“
  • Zukunftswanderung durch das Quartier.

Beim nächsten Treffen am 14.02.20 um 15 Uhr 30 im Pilotbüro, Heckinghauser Str. 202 wird der Runde Tisch gegen Leerstand, der durch das KoSI-Lab-Projekt gestartet ist, offiziell an das Bürgerforum Heckinghausen, Guido Mengelberg, übergeben.

 

 

 

Dialogtreffen zur Quartiersentwicklung

Am Runden Tisch ist die Idee entstanden, einen Dialog aller ehrenamtlichen „Quartiersentwickler*innen“ in Wuppertal anzustoßen. KoSI-Lab hat mit der Recherche begonnen.

Ein erstes Treffen mit 17 ehrenamtlichen Initiativen, die sich mit der Entwicklung ihres Stadtteils befassen, hat stattgefunden. Das Rollout der KoSI-Lab-Erfahrungen in die ganze Stadt Wuppertal hat begonnen.

 

 

Sauberes Wuppertal

Die Idee, etwas gegen die Verschmutzung in ihrem Stadtteil zu tun, kam von einer Anwohnerin im Stadtteil Unterbarmen.

Das KoSi-Lab-Team begleitet diese Initiative und bringt die Aktiven zusammen. Neben engagierten Anwohnerinnen und Anwohnern nehmen AWG, ESW und im Stadtteil ansässige Unternehmen teil.

Es fand ein erstes Treffen zur Situation in Unterbarmen statt, bei dem über Lösungsansätze und mögliche Maßnahmen gesprochen wurde.

„Sauberes Unterbarmen“ trifft sich zum ersten Mal

 

 

 

 

Wie kam es zum KoSI-Lab Wuppertal?

Der Ursprung des KoSI-Lab Wuppertals war ein Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen von „Kommunen innovativ“ gefördert wurde. Diese Fördermaßnahme unterstützt(e) Kommunen und zivilgesellschaftliche Organisationen, die im Verbund mit der Wissenschaft Strategien für die nachhaltige, demografiefeste Entwicklung der Regionen in Deutschland erproben wollen.

Von Juni 2016 bis Mai 2019 entwickelte das Forschungsprojekt zwei kommunale Labore sozialer Innovation in Dortmund und Wuppertal. In einem realexperimentellen Ansatz sollte exemplarisch erforscht werden, welchen Beitrag kommunale SI-Labs als neue Kooperationsmodelle und Unterstützungsinfrastrukturen zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft leisten können.

  • Im KoSI-Lab Dortmund wurden in der Projektlaufzeit neue Formen der Arbeitsförderung erprobt.
  • Im KoSI-Lab Wuppertal standen die Förderung des Bürgerengagements und damit die Weiterentwicklung des Zentrums für gute Taten im Vordergrund.

Neben der Entwicklung der beiden KoSI-Labs fanden regelmäßige Treffen zum inhaltlichen Austausch und zur Vernetzung zwischen Wissenschaft und Praxis statt.

 

Sie möchten wissen, warum Wuppertal für das Projekt ausgesucht wurde?

Wuppertal ist als Standort für ein KoSI-Lab besonders gut geeignet, weil hier Innovation und Engagement eine lange Tradition haben.

Warum ein KoSI-Lab in Wuppertal?

 

Dokumente zum Herunterladen

Als Ergebnis des Forschungsprojekts entstanden einige Dokumente, die die gemeinsamen Erkenntnisse festhalten. Unter anderem das "Drehbuch für den Aufbau kommunaler Labore soazialer Innovation". Hier finden Engagierte und gemeinwohlorientierte Initiativen Blaupausen für die Umsetzung ähnlicher Projektideen.

Das KoSI-Lab Drehbuch und andere Dokumente herunterladen

 

 

Haben Sie Fragen zu KoSI-Lab?

Angelika Leipnitz und Ralf Keller stehen für alle Fragen rund um das KoSI-Lab zur Verfügung. Angelika Leipnitz ist Geschäftsführerin des Zentrums für gute Taten und gleichzeitig Vertreterin der Stadtverwaltung im Projekt KoSI-Lab. Ralf Keller ist Vorsitzender des Zentrums für gute Taten e.V.
 

Zentrum für gute Taten e.V.
Ralf Keller
Telefon: 0202 299 981 13
E-Mail: r.keller-wtal@outlook.de


Stadt Wuppertal, Büro des Oberbürgermeisters
Angelika Leipnitz
Telefon: 0202 563-6501
E-Mail: angelika.leipnitz@stadt.wuppertal.de

 

Fotos: Kristina Malis

 

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