Wodebuen 2019 war ein voller Erfolg

Die Woche des bürgerschaftlichen Engagements2019, in Wuppertal haben wir sie Wodebuen genannt, hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht. Ob Tag der offenen Tür oder Diskussionsrunde, ob Frühstückbuffet, Workshop oder Sportveranstaltung: Es wurden über 280 Veranstaltungen für die Woche angeboten. Sehr viele Menschen nahmen die Schnupperangebote wahr und informierten sich darüber, was gemeinwohlorientierte Vereine in unserer Stadt auf die Beine stellen.

Veranstaltungen überall in Wuppertal

Das Programm war sehr vielfältig und zeigte einen Querschnitt durch das Ehrenamt in unserer Stadt. Kennenlernfeste, Ehrenamtsberatungen, Mitmach-Aktionen und viele weitere Veranstaltungen boten eine gute Gelegenheit, sich über die ehrenamtlichen Aktivitäten zu informieren und sich selbst zu engagieren.

Wir vom Zentrum für gute Taten haben eine mobile Beratung in den Stadtteilen angeboten und waren auch beim großen Fest auf der Nordbahntrasse "Wuppertaler bewegen die Stadt" mit einem Stand dabei.

Friedhelm Keuken und Manfred Klee unterstützen seit dem Sommer 2019 das Zentrum für gute Taten. Die beiden berichten hier über ihre Erfahrungen.

 

Wuppertaler bewegen die Stadt

Am 22. September fand auf der Nordbahntrasse in Höhe des Bahnhofs Loh das Fest der Migrationsselbsthilfeorganisationen statt. Es bildete den Abschluss der Woche des bürgerlichen Engagements.

25 Vereine aus etwa 15 Nationen hatten in diesem Abschnitt ihre Stände aufgestellt und nutzten die Gelegenheit, mit den vielen Tausend Besuchern ins Gespräch zu kommen und ihre Arbeit vorzustellen.

Auch wir von der Wuppertaler Freiwilligenagentur „Zentrum für gute Taten e.V.“ waren mit einem Stand vertreten.

Auf dem Foto sind Leo Braunleder und Ralf Keller zu sehen.

 

 

Erfahrungsbericht 1

(von Friedhelm Keuken)

 

"Es ist ein gutes Gefühl, junge Geflüchtete bei ihrem Weg in unsere Gesellschaft zu begleiten"

Eine Besucherin berichtete, dass sie durch Vermittlung unserer Freiwilligenagentur zur ehrenamtlichen Arbeit in der Flüchtlingshilfe gefunden hatte. Sie sprach von dem guten Gefühl, junge Geflüchtete bei ihrem Weg in unsere Gesellschaft zu begleiten und dabei die Erfolge wie das Erlernen der Sprache, das Einfinden in den Schulalltag und den Start in das Berufsleben miterleben zu können. Sie sprach aber auch von Schwierigkeiten und Misserfolgen. Letztendlich, so ihr Resümee, müssen Geflüchtete und deren Begleiter gut zusammen arbeiten können, um gemeinsam Erfolg zu haben.

 

"Ich unterstütze in einem Projekt Jugendliche in Oberbarmen"

Eine andere Besucherin berichtete über ihre ehrenamtliche Arbeit in einem Projekt zur Unterstützung von Jugendlichen in Oberbarmen. Oft sei es mühevoll, mit Stiftungen und der Stadt nachhaltige Kooperationsstrukturen und funktionierende Arbeitsabläufe zu entwickeln. Gleichzeitig sei ihr aber auch klar geworden, dass solche institutionellen Partner erforderlich sind, um Finanzmittel zu mobilisieren und Strukturen zu stabilisieren. Aber wenn es dann gelungen ist, das Projekt auf den Weg zu bringen ist die Arbeit sehr zufriedenstellend.

 

"Ehrenamtliche Arbeit in meinem Stadtteil ist eine unverzichtbare Ergänzung meiner Arbeit als Lehrerin"

Einen anderen Gesichtspunkt brachte eine Grundschullehrerin ein. Sie arbeitet an einer Grundschule in Heckinghausen mit Kindern aus zum Teil schwierigen sozialen Verhältnissen. Das engagierte Kollegium der Ganztagsschule ist bemüht, neben der Vermittlung von Lerninhalten auch die persönliche und soziale Situation der Kinder zu stabilisieren. Aus ihrer Sicht ist das ehrenamtliches Engagement in ihrem Stadtteil eine unverzichtbar Ergänzung ihrer Arbeit, die in erheblichem Maße dazu beiträgt, die Chancen der Jugendlichen zu erhöhen, den Schulabschluss zu erreichen und den Weg in die Arbeitswelt zu finden. Das Gespräch zwischen Lehrerin und Ehrenamtlichen war von großem gegenseitigem Respekt geprägt.

 

"Damit mir die Decke nicht auf den Kopf fällt, wenn ich Rentnerin bin, schaue  ich mich nach einem ehrenamtlichen Engagement um"

Eine Besucherin berichtete, dass sie in zwei Jahren in den Ruhestand gehen werde. Damit ihr nicht die Decke auf den Kopf fällt, schaue sie sich schon mal um, wie sie sich demnächst engagieren könne. Ein Besucher erzählte, dass er seid einiger Zeit Frührentner sei und seine freie Zeit sinnvoll nützen möchte. Ihn interessierten besonders unsere aktuellen Angebote.

Viele nutzten unseren Stand, um über ihre ehrenamtliche Arbeit zu berichten und sich mit uns darüber auszutauschen.
(Friedhelm)

 

 

Ehrenamt im Portrait

Sie hatten keine Gelegenheit, sich unsere Ausstellung "So geht Ehrenamt in Wuppertal" im Haus der Jugend anzusehen?

In der Ausstellung gibt es es Fotos von ehrenamtlich engagierten Menschen, die erzählen, was und warum sie das tun und was sie dabei begeistert.

Die Portraits können Sie sich in unserer Rubrik "Portraits" jetzt auch online ansehen. Sie haben lieber etwas in der Hand? Dann holen Sie sich am Besten unsere kleine Broschüre "Ehrenamt im Portraits" in unserem Ladenlokal in Barmen.

 

Erfahrungsbericht 2

(von Manfred Klee)

 

"Wodebuen auf der Nordbahntrasse war meine Jungferntaufe"

Mein Standdienst war von 11:00 bis 13:00 h. Also fand ich mich - zugegebenermaßen zunächst etwas skeptisch, was mich konkret dort erwarten wird - am Stand des Zentrum für gute Taten ein, um meiner Arbeit als angehender Ehrenamtler pflichtbewusst nachzukommen. Es ging darum, Kontakte zu knüpfen mit flanierenden Personen, sie anzusprechen, ob Ehrenamt für sie ein Thema sei und bei Fragen Auskunft zu erteilen.  Meine Skepsis verflüchtigte sich rasch, denn es herrschte bei der Präsentation von 25 Vereinen an ihren Ständen eine angenehm lockere und freundliche Atmosphäre, wozu sicherlich auch das wunderbare spätsommerliche Wetter beitrug. 

 

"Die Gespräche waren bereichernd und oftmals sehr tiefgründig"

Neugierig, wie sich meine Kollegen am Stand präsentierten und ausgestattet mit null Ahnung, was ich auf spezielle Fragen interessierter Menschen zu unserer Arbeit sagen sollte, habe ich dennoch versucht, fleißig mitzumischen, was mir zum Teil auch schon ganz gut gelang. Dennoch musste ich mich auf dem Parkett noch etwas vorsichtig bewegen, weil ich noch keine umfassenden Kenntnisse über die detailierte Arbeit des Vereins besitze. Vorsicht war also angesagt, damit ich auf bestimmte Fangfragen möglicher unters Volk gemischter Spitzel keine falsche Stellung bezog. Aber die beiden Dienststunden verliefen ohne Zwischenfall, mir wurde keine Kündigung ausgesprochen und auch keine Inhaftierung wegen wissentlicher Falschaussagen angedroht. 

Menschen anzusprechen, Kontakte zu knüpfen, Fragen zu stellen und Antworten zu geben, bereiten mir wenig Schwierigkeiten und machen immer wieder Spaß, weil die entstehenden Gespräche oft bereichernd wirken und tiefgründig verlaufen. 

Der Anfang wäre gemacht. Was weiteres auf mich zukommt, erwarte ich mit Neugier. Äußerung wie: "Wenn ich in Rente bin..." habe ich mehrfach vernommen und bei mir gedacht: Das sehe ich auch so!
(Manfred)

 

 

Mobile Beratung zum Ehrenamt

Sie möchten sich engagieren, wissen aber noch nicht wie oder wo? Mit unserer mobilen Beratung waren wir in den verschiedenen Stadtteilen von Wuppertal. Viele Wuppertalerinnen informierten sich bei uns darüber, was sie ehrenamtlich tun können.

Sie haben den Termin in Ihrem Stadtteil verpasst? Kommen Sie einfach in unserem Ladenlokal in Barmen vorbei. Wir haben Dienstags und Donnerstags geöffnet.

Das Foto ist in der Stadtteilbibliothek Vohwinkel entstanden.

 

Mehr Informationen zu unserer Arbeit finden Sie in unserer  Rubrik "Über uns".

 

Presseberichte zu Wodebuen 2019

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