Ehrenamt im Portrait

Thorsten

  Thorsten kümmert sich um die Sauberkeit einer Wuppertaler Treppe im Briller Viertel. Mit Erfolg und viel Anerkennung.

Thorsten kümmert sich um die Sauberkeit einer Treppe

Thorsten wohnt an einer Wuppertaler Treppe, die von Passanten gerne zum Verweilen oder auch zum Feiern genutzt wird. In der Vergangenheit hat dies immer wieder dazu geführt, dass Müll liegen blieb. Zerknülltes Papier, leere Flaschen und Eisbecher, Zigarettenkippen sammelten sich auf der Treppe. Anstatt sich darüber zu ärgern oder die Verantwortung bei anderen zu suchen, hat Thorsten die Initiative ergriffen, aufgeräumt und einen Mülleimer auf gehangen. Das Ergebnis hat ihn selbst überrascht, wie auch die vielen positiven Rückmeldungen der Passanten.

„In den warmen Jahreszeiten wird die Treppe gerne genutzt von jungen oder auch älteren Leuten, und es ist dann immer Müll liegen geblieben. Und der wandert die Treppe runter. … Und so hat das angefangen. Ich habe ich begonnen es peu à peu wegzumachen.“

„Dann habe ich den Eimer ans Geländer gehangen. … Und seitdem läuft das so. Der Eimer ist in der Regel zwischen Donnerstag und Freitag voll. … Dienstags abends stelle ich die Mülleimer raus. Dann wandert der Inhalt des Eimers spätestens in die Mülltonne. Dann ist der Eimer wieder leer. Und dann wird er wieder dahin gehangen. Und es funktioniert wunderbar, es wird wunderbar von den Anwohnern und Passanten angenommen. Das ist nicht schwer und hat für alle nur Vorteile. Und mit der Zeit hat sich der Aufwand deutlich verringert. Wo wenig oder gar kein Müll liegt, wird auch keiner mehr dazu geworfen.“

„Und ganz viele Passanten, die hier vorbeikommen, sprechen mich an, sagen wie toll sie das finden. Und sie bedanken sich bei mir.“

 

Und das sagt Thorsten zu seinem Ehrenamt

„Es ist einfach sich zu ärgern, frustriert zu sein, die Leute zu beschimpfen. Nur was bringt es? Es bringt mir nichts, es beschädigt mich, und es führt zu keiner Lösung. Ich bin immer bemüht mich zu fragen, was kann ich denn tun, welchen Schritt kann ich auf die Leute zumachen, wozu kann ich sie einladen.“ … „Das eine zu sagen, und das andere zu tun, sind zwei völlig verschiedene Dinge. Für mich ist die Frage, wie man selber Verantwortung übernehmen und etwas Gutes beitragen kann.“

Das Foto hat uns Thorsten freundliicherweise zur Verfügung gestellt.

 

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