22.12.2016 KoSI-Lab - Kooperationsprojekt sozialer Innovation22.12.2016 KoSI-Lab - Kooperationsprojekt sozialer Innovation22.12.2016 KoSI-Lab - Kooperationsprojekt sozialer Innovation22.12.2016 KoSI-Lab - Kooperationsprojekt sozialer Innovation

22.12.2016 KoSI-Lab - Kooperationsprojekt sozialer Innovation

Zentrum für gute Taten wird ein Versuchslabor für zukunftsweisende Ideen: Wuppertal und Dortmund haben sich gemeinsam zur Teilnahme an einem Bundesförderprogramm beworben. Zentrum für gute Taten steht gemeinsam mit dem Wuppertal Institut und der Stadt Wuppertal am Start. Die Projektidee hat sich gegen jede Menge Konkurrenten durchgesetzt. Das Besondere: Erstmals arbeiten Ehrenamtliche als Partner auf Augenhöhe mit Wissenschaft und Verwaltung über drei Jahre an Lösungen für gesellschaftliche Probleme zusammen.

„KoSI-Lab“ heißt übersetzt: „Kommunale Labore Sozialer Innovation“. In Wuppertal soll es konkret darum gehen, wie bürgerschaftliches Engagement in Zukunft gesichert, strukturiert und zukunftsfähig gemacht werden kann und wie Bürgerengagement notwendige Unterstützung erhalten kann. In Wuppertal soll das „Zentrum für gute Taten“ nun zum „KoSI-Lab“ weiterentwickelt werden.

Es soll unter anderem geklärt werden, welchen Stellenwert Bürgerengagement in einer sich verändernden Gesellschaft haben kann oder muss, wie innovative Ideen zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen gemeinsam mit allen Akteuren der Stadtgesellschaft zur Umsetzung gebracht werden können, welche Strukturen dafür nötig sind oder wie bestehende Strukturen und Netzwerke genutzt werden können.

Damit ergibt sich auch eine Überschneidung zu dem Thema, mit dem sich Dortmund im Rahmen des KoSi-Lab befasst: In Dortmund geht es um den Schwerpunkt „Beschäftigung im Niedriglohnsektor“. Beide Städte wollen, unterstützt durch die wissenschaftliche Begleitung, ihre Ergebnisse austauschen und, wenn möglich, zum Modellfall für andere Städte werden.

Zunächst wird es eine Status-Quo-Erfassung geben und eine Kartierung soll erfolgen: Wo gibt es welche bürgerschaftlichen Initiativen? Welche Themenfelder werden besetzt? Wo fehlt ehrenamtliches Engagement, wer fragt es nach? Der Focus wird auch auf das Thema Nachhaltigkeit gelegt. Eine Kartierung soll helfen, die Orte in der Stadt auszu-machen, wo und in welchen Bereichen Bürgerengagement besonders vertreten und er-folgreich ist, um davon zu lernen: Wie kommen Kontakte zustande? Wie informieren sich Interessierte über das Ehrenamt, fehlt digitale Information oder funktioniert Information eher im direkten Gespräch? Themenbezogene Netzwerke sollen entstehen. Im weiteren Verlauf sollen Hemmnisse ergründet und die Faktoren ermittelt werden, die Projekte erfolgreich machen.

Das Projekt KoSi-Lab Wuppertal/Dortmund wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über eine Laufzeit von 36 Monaten gefördert. Insgesamt 16 Projekte bundesweit befassen sich mit den sozialen Zukunftsthemen. Wuppertal und Dortmund sind allerdings die einzigen Großstädte, die gemeinsam für fast 1 Million Menschen stehen. Das Projekt will mit Blick auf den demographischen Wandel und mit dem Ziel nachhaltiger Entwicklung klären, wie sich die soziale Infrastruktur in den Städten ändert und wie sie sich möglicherweise durch bürgerschaftliche Aktivitäten positiv beeinflussen lässt.