29.07.15 Ehrenamt...von wegen altmodisch und langweilig29.07.15 Ehrenamt...von wegen altmodisch und langweilig29.07.15 Ehrenamt...von wegen altmodisch und langweilig29.07.15 Ehrenamt...von wegen altmodisch und langweilig

29.07.15 Ehrenamt...von wegen altmodisch und langweilig

Was macht eigentlich eine Freiwilligenagentur?

Ehrenamt … Das klingt nach was Altmodischem und Langweiligem. Einkaufen für die ältere Nachbarin oder so. Nur um das klarzustellen: Ich finde es super, wenn Leute für ihre Nachbarn einkaufen! Aber ich war doch überrascht, wie viele Möglichkeiten es gibt, etwas freiwillig zu machen. (Nicole Lücke: "Mir fällt immer nur Tierheim und Freiwillige Feuerwehr ein …").

In den meisten größeren Städten gibt es inzwischen so genannte Freiwilligenagenturen. Hier in Wuppertal auch. Das Ding heißt „Zentrum für gute Taten“. Klingt nett, nicht wahr? Das ist es auch. Ich erkläre euch mal, was die genau machen.

Ihr müsst euch das so vorstellen: Alle möglichen Vereine und Organisationen brauchen freiwillige Helfer. Die melden sich dann in dem Zentrum und erklären, was genau man bei ihnen machen kann. Wenn ihr nun Lust auf ein Ehrenamt habt, geht ihr auch in das Zentrum. Die haben dort eine Software – ähnlich wie bei der Berufsberatung – die nach euren Interessen fragt und auf was für Tätigkeiten ihr Lust hättet. Zum Beispiel: Möchtet ihr was mit Kindern machen? Oder lieber was in der Natur? Die Fragen geht ihr übrigens zusammen mit einem Berater durch.

Am Ende tauchen – ebenfalls wie bei der Berufsberatung :-) - ein paar Vorschläge auf. Die könnt ihr dann mit nach Hause nehmen und euch überlegen, ob ihr bei der jeweiligen Organisation anrufen wollt. Was ich ganz wichtig finde: Niemand sagt dem Verein, dass ihr euch für ihn interessiert. Wenn ihr also doch keinen Bock habt, ist das auch okay, und ihr müsst niemandem absagen. Das Ganze kostet natürlich nichts, ist ja klar …

Jetzt wollt ihr bestimmt noch wissen, was die so im Angebot haben, außer Tierheim :-) Insgesamt sind es mehr als 500 verschiedene Projekte.

Ich habe im Zentrum zum Beispiel Anna getroffen. Sie trägt eine Holzkiste bei sich, in der unter anderem ein Hammer und eine Zange, aber auch Pinsel und Farben liegen. Mit dieser Kiste zieht sie los und kennzeichnet Wanderwege – damit die von den Wanderern auch gefunden werden. Klaus, den ich auch im Zentrum kennengelernt habe, hilft in einem Freibad aus. Ihr könntet auch Fahrräder zählen für die Initiative „fahrradfreundliche Stadt“, oder ihr helft Kröten über die Straße, damit die nicht überfahren werden. Super finde ich auch den Picobellotag. Müll einsammeln gehört zwar nicht gerade zu meinen Hobbys, aber es fühlt sich richtig gut an, wenn der ganze Mist nicht mehr in der Gegend rumliegt.

Und ich? Natürlich habe ich dann selbst die Beratung gemacht und hätte zum Beispiel in einem Museumsshop anfangen können oder in einer Bücherei. Schade, dass ich so wenig Zeit habe :-(.

Aber vielleicht geht es euch ja anders? Dann geht doch einfach mal bei der Freiwilligenagentur vorbei! Hier findet ihr die Öffnungszeiten vom Zentrum für gute Taten: www.zentrumfuergutetaten.de

Text: Nicole Lücke