Plakataktion gestoppt

Offener Brief

12.10.2022 – Zentrum für gute Taten e.V.

Gestern ist unsere Plakataktion zum Ehrenamt gestartet. Mit bewusst provozierenden Slogans wollten wir Aufmerksamkeit für das Ehrenamt erzielen. Das hat für Irrationen gesorgt. Deshalb haben wir die Plakataktion wieder gestoppt.

 

Update:

Da unsere gestern gestartete Plakat-Kampagne in den sozialen Medien zu Irritationen geführt hat, haben wir uns entschlossen, mit einem offenen Brief zu antworten.

 

Liebe Wuppertaler Öffentlichkeit,
Liebe Ehrenamtliche,
Liebe Förderer und Medienvertreter:innen,


da unsere gestern gestartete Plakat-Kampagne in den sozialen Medien zu Diskussionen geführt hat, möchten wir kurz Stellung nehmen.

Die Fragen in unserer Kampagne sind aus unserer fast zehnjährigen Ehrenamtsberatung heraus entstanden: Viele Menschen kommen zu uns auf Anregung von Partnerin oder Partner, Freundin oder Freund.

Sie kommen in einer Situation zu uns, wo sich durch Verrentung, Vorruhestand, Arbeitslosigkeit, Elternzeit, Studium oder dem Wegfall von Hobbys oder anderer Ehrenämter Zeitfenster ergeben haben, die sie mit einer neuen, sinnvollen Aufgabe füllen wollen. In unserer Datenbank wie auch in unserem Beratungsteam und unserem Vorstand sind überwiegend Frauen aktiv. Die Beratung selbst wie auch unsere Projekte werden fast ausnahmslos durch engagierte Ehrenamtliche geleistet.

Für unsere Plakat-Aktion haben wir bewusst provozierende Äußerungen gewählt, um Aufmerksamkeit zu erregen und das Thema Ehrenamt neu zu platzieren. Es lag und liegt uns fern, die Leistung eines Geschlechts für die Gesellschaft und das Ehrenamt klein zu reden oder ins Lächerliche zu ziehen. Wir bedauern sehr, dass fälschlicherweise dieser Eindruck entstanden ist und entschuldigen uns ausdrücklich dafür. Um weiteren Missverständnissen vorzubeugen und Dritte nicht zu schädigen, haben wir die Plakataktion heute gestoppt.

Wir möchten noch einmal bekräftigen, dass wir in unserer Beratung allen Menschen offen gegenüberstehen, und wir uns über jede Anfrage und Empfehlung sehr freuen. Wir danken den vielen Wuppertalerinnen und Wuppertalern, die sich im Ehrenamt engagieren und unsere Arbeit in der Vergangenheit unterstützt haben und hoffentlich auch weiterhin unterstützen werden.


Der Vorstand

 

Unser Motto: Ab ins Ehrenamt

Im Oktober startet unsere neue Plakataktion. Mit ungewöhnlichen Slogans auf Litfaßsäulen und Plakatwänden wollen wir Wuppertalerinnen und Wuppertaler dazu bewegen, sich ehrenamtlich zu engagieren. Unsere Plakate werden an stark frequentierten Stellen zu sehen sein.

Mit sechs verschiedenen Motiven in zwei Formaten fragen wir die Wuppertalerinnen und Wuppertalern nach Charaktereigenschaften und Vorlieben von sich oder ihren Liebsten. So heißt es zum Beispiel: „Du liebst Deinen Mann, aber er hat zu viel Zeit? Oder „Deine Kumpels können richtig anpacken?“. Egal, welche Frage gestellt wird, die Antwort heißt immer: „Ab mit ihm, ihr oder ihnen ins Ehrenamt“.
 

Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand – Plötzlich mehr Zeit als früher?

In unserem Alltag als Ehrenamtsagentur treffen wir immer wieder auf Menschen, die uns kontaktieren, weil sie gerade jetzt in einer neuen Lebensphase angekommen sind. Sie haben im Ruhestand nun mehr Zeit als früher und möchten sich ehrenamtlich engagieren und für die Gesellschaft und ihre Herzensthemen einsetzen. Wir im Zentrum für gute Taten sorgen dafür, dass alle das für sie passende Engagement finden können!

Leider kennen uns noch nicht alle in Wuppertal – deshalb sind wir mit einer kleinen Kampagne mit bewusst provozierenden Fragen aus unserem Alltag in der Ehrenamtsberatung an die Öffentlichkeit gegangen. Ziel ist, dass Menschen einander auf die Möglichkeit ins Ehrenamt zu gehen, aufmerksam machen können.

 

 „Wir wollten einmal Aspekte ansprechen, die zunächst ungewöhnlich sind und die Menschen deshalb zum Nachdenken anregen. Letztendlich wollen wir mit unseren Antworten zeigen, das ehrenamtliches Engagement nicht nur die Situation von denen verbessert, die vom Ehrenamt profitieren. Es hilft auch dem Ehrenamtlichen selbst. Das Gefühl, Gutes zu tun, ist Labsal für die Seele. Es ist eine sehr wertschätzende Arbeit, ein tolles Miteinander.“
(Ralf Keller, langjähriger Sprecher vom Zentrum für gute Taten und von Anfang an dabei)

 

Viele Vereine und soziale Organisationen suchen noch Unterstützung

Mittlerweile ist fast jede zweite beziehungsweise jeder zweite in Wuppertal ehrenamtlich aktiv. Trotzdem ist es nötig, noch mehr Menschen anzusprechen, die sich eventuell für ein Ehrenamt entscheiden. Deshalb machen wir die Aktion.

 

 


Verein/Institution:

Zentrum für gute Taten e.V.
Höhne 43
42275 Wuppertal
https://www.zentrumfuergutetaten.de

Ansprechpartner*innen:

Christiane Mooren
Geschäftsführerin
post@zfgt.de
0202 946 204 45

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