14.12.2016 Vernetzung - Ehrenamtliche Hilfe für Geflüchtete

Das Ressort Zuwanderung & Integration der Stadt Wuppertal hatte am 03. Dezember zum 1. Treffen aller Engagierten im Bereich Flüchtlingshilfe in die VHS eingeladen. Mehrere Organisationen, vor allem aber viele Engagierte und Interessierte kamen ins Foyer an der Auer Schulstraße. Nachdem der Hype aus dem letzten Jahr abgeklungen ist, trafen sich auf der Veranstaltung Bürgerinnen und Bürger, denen es ein Anliegen war, den neuen Wuppertalern eine echte Hilfe bei der Integration in der neuen Heimat zu werden.

Im Foyer war ein Markt der Möglichkeiten aufgebaut, der quantitativ allerdings noch ausbaufähig ist. Den Kern der Veranstaltung bildeten sechs Workshops, die alle thematisch hoch interessant und gut besucht waren. In der Abschluss-Aussprache wurde deutlich, dass es ein großes Interesse gibt, diesen Austausch und die damit verbundene Vernetzung zu verstetigen. Das ZfgT wäre mit Freude dabei!

Eva (Brabender-Hofmann) vom Team des ZfgT hat an einem Workshop und dem Abschlusspart teilgenommen. Hier ihr Bericht:

Nach einer Begrüßung durch Frau Roddewig-Odnia, die Stellvertretende Leiterin des Ressorts „Zuwanderung und Integration“, hielt Stefan Paul Kollasch vom Paritätischen ein Einführungsreferat, in dem er allgemeine Gesichtspunkte skizzierte, die bei der Flüchtlingsarbeit eine Rolle spielen. Herr Kollasch ist der Referent vom Paritätischen für das Projekt „Koordinierung, Qualifizierung und Förderung des ehrenamtlichen Engagements für Flüchtlinge“.

Anschließend konnten sich die Teilnehmer für einen von 6 Workshops entscheiden. Einen Workshop „Distanz und Nähe“ leitete die vielen EFIs bekannte Silvia Rieburg. Ich nahm teil an dem Workshop von Frau Stefanie Krause von der Lagfa, Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in NRW. Frau Krause ist die hauptamtliche Mitarbeiterin in der Freiwilligenagentur in Hagen. Sie hielt einen gut strukturierten Einführungsvortrag zum Thema Ehrenamtliche werben, begleiten, belohnen/anerkennen, an die Freiwilligen-Agentur binden und bei Wunsch, die ehrenamtliche Tätigkeit zu beenden, ordentlich zu verabschieden. Im Anschluss daran gab es eine gute Diskussion unter den über 20 Workshop-Teilnehmern, in der ich auf unseren Stand im sogenannten „Markt der Möglichkeiten“ im Eingangsbereich der VHS hinweisen konnte.

Nach den Workshops war Zeit für eine Stunde Mittagspause, in der man sich neben Speis und Trank Informationen und Flyer von den anderen Ständen holen konnte. An unseren Stand kam eine Reihe von Organisationsvertretern, die zum großen Teil eine unserer nächsten Sprechstunden nutzen wollen, um in unsere Datenbank aufgenommen zu werden. Auch wurde erkannt, dass unser „Patenprojekt Ausbildung“ für einige Flüchtlinge hilfreich sein kann.

Nach der Mittagspause wurde von den Teilnehmern ein Feedback zu der Veranstaltung inklusive Workshops an Stellwänden festgehalten. Dabei wurde öfter genannt: Diese Veranstaltung wird als Auftakt für eine Vernetzung begrüßt und sollte fortgeführt werden. „Die Teilnehmer waren diszipliniert und konnten sich gegenseitig bereichern.“

Herr Jürgen Lemmer, der Leiter vom Ressort „Zuwanderung und Integration“ war ein aufmerksamer Zuhörer des Feedbacks und stand für Fragen zur Verfügung, auf die er freundlich und souverän einging. In seinem Ressort sind inzwischen wohl alle Stellen besetzt und er sicherte zu, dass alle eingehenden Mails zeitnah beantwortet würden. (Er empfahl den Kontakt über Mail, da Telefongespräche nur eingeschränkt möglich seien, um die sonstige Arbeit, so das persönliche Gespräch vor Ort, nicht zu stören. Außerdem gab er seine persönliche Mail-Adresse bekannt: juergen.lemmer@stadt-wuppertal.de) Die Bitte nach schriftlichen Informationen über aktuelle Gesetzeslage und Ansprechpartner will er in verschiedenen Formaten erfüllen, wobei er die Unmöglichkeit einer umfassenden Information, z. B. eines „Behörden-ABC“, veranschaulichte.

Abgeschlossen wurde die gelungene Veranstaltung nicht nur durch junge Musiker und leckeren Kuchen, sondern auch durch einige informelle Gespräche [„Gesicht zuordnen können“], die optimistisch in die Zukunft blicken lassen.

Text: Eva Brabender-Hofmann und Ralf Keller